BPA-Verbot in Kunststoffprodukten: Neue Vorgaben und ihre Auswirkungen
Mit dem geplanten EU-weiten Verbot von Bisphenol A (BPA) in Lebensmittelverpackungen steht ein bedeutender Wandel bevor. BPA wird seit Jahrzehnten in der Herstellung von Polycarbonaten und Epoxidharzen eingesetzt. Es findet sich beispielsweise in Innenbeschichtungen von Konservendosen, Deckeldichtungen oder Trinkflaschen. Aufgrund möglicher hormoneller Wirkungen steht BPA seit Jahren in der Kritik.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im April 2023 die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge drastisch gesenkt – um das 20.000-Fache. Die Europäische Kommission reagiert nun mit einem umfassenden Verbot, das sowohl Lebensmittelkontaktmaterialien als auch bestimmte industrielle Anwendungen betreffen könnte. Hersteller stehen somit vor der Herausforderung, BPA-freie Alternativen zu finden und gleichzeitig die funktionalen Eigenschaften ihrer Produkte zu erhalten.
Die MEDIAN Kunststoff Service GmbH unterstützt Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Alternativen, der Bewertung von Migrationsverhalten und der Umstellung auf sichere, regulatorisch konforme Materialien.
Kunststoffpaletten als nachhaltige Transportlösung
Kunststoffpaletten gewinnen zunehmend an Bedeutung als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Holzpaletten. Ihre Vorteile liegen in der Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit sowie hygienischen und logistischen Vorteilen. Sie sind leichter, widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, Schimmel und Schädlinge und eignen sich ideal für anspruchsvolle Branchen wie Lebensmittel, Pharma oder Logistik.
Durch den Einsatz recycelter Materialien und ihre vollständige Rezyklierbarkeit leisten Kunststoffpaletten einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung. Zudem passen sie ideal in das Konzept der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die ab 2030 höhere Anforderungen an Wiederverwendbarkeit und Recyclingquoten stellt.
MEDIAN berät Unternehmen zur Materialauswahl, Einsatzoptimierung und zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben bei der Implementierung moderner Palettenlösungen.
Die Kunst der Kunststoffwahl: Materialkompetenz entscheidet
Kunststoffe bieten ein breites Eigenschaftsspektrum – von hochtemperaturbeständigen Thermoplasten bis hin zu weichen, flexiblen Elastomeren. Die richtige Auswahl des Kunststoffes beeinflusst entscheidend die Lebensdauer, Funktionalität und Nachhaltigkeit eines Produkts.
Neben mechanischen, thermischen und chemischen Anforderungen müssen auch Verarbeitbarkeit, Lebenszykluskosten und Umweltaspekte berücksichtigt werden. In der Praxis sind Kompromisse gefragt, insbesondere bei Anwendungen mit komplexen Anforderungen oder Zielkonflikten.
MEDIAN unterstützt Unternehmen mit fundierter Werkstoffberatung, Machbarkeitsanalysen und individueller Materialentwicklung – immer mit Blick auf eine optimierte Performance und nachhaltige Produktstrategie.
Digitale Wasserzeichen: Innovation im Kunststoffrecycling
Digitale Wasserzeichen gelten als Schlüsseltechnologie zur Verbesserung der Sortiergenauigkeit im Kunststoffrecycling. In einer groß angelegten Pilotstudie der Initiative HolyGrail 2.0 wurden über 5,6 Millionen Erkennungen mit einer Effizienz von über 90 % erzielt. Die Technologie kombiniert Nahinfrarotsensorik mit in die Verpackung integrierten digitalen Codes, die spezifische Informationen zum Materialtyp, Hersteller und Recyclingweg enthalten.
Diese Innovation ermöglicht eine präzise Sortierung selbst komplexer Verpackungen und erfüllt bereits heute zentrale Anforderungen der künftigen EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Unternehmen, die frühzeitig auf diese Technologie setzen, sichern sich Wettbewerbsvorteile im zunehmend regulierten Umfeld der Circular Economy.
MEDIAN begleitet Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung solcher Lösungen – von der Materialkonzeption über die Auswahl geeigneter Technologien bis hin zur Bewertung regulatorischer Anforderungen.

